Du stehst vor einem Gebäude, an dem du sonst vorbeiläufst – und darfst diesmal hinein. Genau darin liegt der Reiz von Open House Palma. Für die Ausgabe 2026 kündigt die Organisation mehr als 50 kostenlos zugängliche Gebäude mit Führungen an. Aber wie wählst du aus, ohne das Wochenende mit Wegen und Warteschlangen zu verbringen?
Die sechste Ausgabe beginnt am 9. November mit Aktivitäten; die eigentlichen Tage der offenen Gebäude dauern von Freitag, 13., bis Sonntag, 15. November. Der wichtigste erste Schritt ist deshalb, Rundgänge und Gebäudeöffnungen nicht durcheinanderzubringen. Beide gehören zum Festival, haben aber unterschiedliche Termine und können unterschiedliche Anmeldebedingungen haben. Den Überblick bieten das Festivalprogramm, die Aktivitäten und die einzelnen Gebäudeeinträge.
Erst auswählen, dann den Weg planen
Statt möglichst viele Adressen abzuhaken, lohnt sich eine kurze Wunschliste mit zwei oder drei Prioritäten pro Tag. Die offizielle Gebäudeseite lässt sich nach Tag, Vormittag oder Nachmittag, Zugänglichkeit und erforderlicher Anmeldung filtern. Öffne anschließend die Einträge deiner Favoriten: Dort solltest du vor dem Aufbruch die jeweiligen Zeiten und Bedingungen prüfen. Das ist besonders wichtig, wenn du nur an einem der drei Öffnungstage in Palma bist.
Ein guter Ausgangspunkt ist die Frage, welche Art von Ort du sonst kaum von innen sehen würdest. Unter den von der Organisation als neu hervorgehobenen Stationen stehen das GESA-Gebäude, die Cines Metropolitan, der Palau March, das Museu dels Molins del Jonquet, das IES Ramon Llull und der Es Refugi Business Hub. Diese Auswahl führt von Kino und Schule über historische Räume bis zu anderen Nutzungen der Stadt. Ob dein Wunschort an deinem geplanten Tag geöffnet ist und ob du dich anmelden musst, entnimmst du seiner aktuellen Festivalbeschreibung – nicht allein der Liste der Höhepunkte.
Ohne Reservierung heißt nicht ohne Wartezeit
Für die meisten Gebäude ist keine Voranmeldung nötig; der Einlass erfolgt in der Reihenfolge des Eintreffens. Laut den FAQ des Festivals starten Führungen üblicherweise alle 15 bis 30 Minuten und nehmen je nach Gebäude ungefähr 15 bis 20 Personen mit. Das sind Richtwerte, keine Garantie für einen Platz beim nächsten Rundgang. Plane deshalb zwischen zwei Besuchen Luft ein und halte eine Alternative in derselben Gegend bereit.
Einige Orte und Aktivitäten verlangen wegen begrenzter Kapazität oder aus Sicherheitsgründen eine Anmeldung. Eine pauschale Liste wäre hier wenig hilfreich: Nutze den Anmeldefilter der offiziellen Gebäudeseite und kontrolliere die konkrete Beschreibung, bevor du deinen Tag festlegst. Última Hora berichtete, die Einschreibungen sollten am 4. November beginnen. Auf den für diesen Artikel herangezogenen offiziellen Seiten war dieses Datum jedoch nicht ausdrücklich bestätigt. Verlass dich daher für den tatsächlichen Anmeldestart auf eine erneute Prüfung beim Festival.
Auch zur Barrierefreiheit ist ein Blick auf den einzelnen Eintrag nötig. Die Organisation weist darauf hin, dass nicht alle Räume vollständig zugänglich sind. Der entsprechende Filter hilft bei der Vorauswahl, ersetzt aber nicht die Angaben zum konkreten Gebäude. Deutschsprachige Führungen sind in den vorliegenden Informationen ebenfalls nicht zugesichert.
Palma durch die Perspektive des Wassers sehen
Das Thema 2026 lautet sinngemäß Palma als Stadt des Wassers: Architektur und Stadtplanung werden mit Wasserressourcen in Beziehung gesetzt. Damit wird aus dem Festival mehr als eine Folge offener Türen. Mühlen, frühere Wasserläufe, Versorgung und maritime Räume geben dir einen roten Faden für Wege durch die Stadt. Diesen Schwerpunkt stellt die Organisation selbst vor.
Besonders deutlich wird er im Aktivitätenprogramm: Dort sind unter anderem Rundgänge zum Torrent Gros, zu den Mühlen des Jonquet, zum früheren Verlauf der sa Riera, zur Font de la Vila und zum Passeig Marítim aufgeführt. Hinzu kommen Angebote zur Architektur von Josep Ferragut, Familienaktivitäten und Vorträge. Wenn dich der Wasserschwerpunkt interessiert, wähle zuerst einen solchen Rundgang und ergänze passende Gebäudeöffnungen, statt beides erst vor Ort zu koordinieren. Termine und etwaige Anmeldungen prüfst du jeweils im Programm.
Ein eigener Schwerpunkt: die Fundació Miró
Für den 14. und 15. November kündigt die Fundació Miró Mallorca die Öffnung des Taller Sert, des Edificio Moneo und von Son Boter an. Taller Sert und das Moneo-Gebäude benötigen nach ihren Angaben keine vorherige Anmeldung. Bei Son Boter solltest du die Besuchsbedingungen auf der Festivalseite nachsehen. Dort geht es auch um die Restaurierung des Hauses und die Erhaltung von Mirós Graffiti – ein anderer Blick auf Architektur als bei einem reinen Gebäuderundgang.
Mach daraus am besten einen bewusst gewählten Schwerpunkt, falls dich Miró und der Umgang mit bestehenden Räumen besonders interessieren. Wer hingegen die Wasserwege erkunden möchte, kann seine Zeit auf die entsprechenden Aktivitäten und Gebäudeeinträge konzentrieren. Open House Palma bietet genug Auswahl, ohne dass du alles sehen musst.
Für einen entspannten Besuch reichen schließlich drei Fragen: Ist der Ort an meinem Tag geöffnet? Brauche ich eine Anmeldung? Passt noch eine zweite Station in der Nähe? Beantworte sie anhand der offiziellen Einträge kurz vor deinem Besuch erneut. Dann bleibt zwischen den Führungen Zeit, auch die Stadt wahrzunehmen, die diese Gebäude miteinander verbindet.